Hier ruhen die ersten, die kamen.
Nur Gott kennt noch ihre Namen
und die Heimat, die sie verlassen,
um Heimat zu finden und Fuß
zu fassen.
Die Steine sind blind und verwittert.
Leg nur die Hand drauf ohne
zu zittern:
Fühlst du nicht in den Körperbahnen
ein dunkles Strömen, als
würden die Ahnen
dir Kraft geben und dich segnen,
daß sich Seelen sanft
begegnen?
Für Fremde bleiben die Steine
stumm und kalt.
Dich aber kennen sie - mache
hier halt.
Denk an deine Wurzeln ein Weilchen.
Sie schauen dich an durch die
Veilchen.
Zurück zum Anfang der
Seite.
Wir sollen über die Wege
noch gehen,
bevor sie ganz zugewachsen sind,
solange die Zeichen noch stehen
und trotzen der Zeit und dem
Wind.
Wir sollen die Spuren bewahren,
die die Väter uns hinterließen
-
dann wird auch nach den Jahren
Triebswetter als Heimat uns
grüßen.
Wir sollen die Wege noch finden,
solange die Wegweiser noch stehen:
Denn wenn die Zeichen verschwinden,
werden wir heimatlos untergehen.
Zurück zum Anfang der
Seite.
Ganz anders wirken die Zeichen
jetzt
und anders klingt nun das Wort;
Vertrautes scheint mir ins Fremde
versetzt -
oder war ich nur zu lange schon
fort?
Das Pflaster trägt dumpf
meine Schritte,
die Häuser zeigen die alten
Fassaden
und die Kirche steht noch in
der Mitte
des Dorfes. Ich nehme auf den
Faden
der Erinnerungen, die mich verbinden
mit Bäumen und Menschen,
die waren.
Der Faden reißt oft ab.
Es entschwinden
die bunten Bilder aus jungen
Jahren.
Ich kenne noch alles - doch gehört
es mir nicht mehr.
Es ist Triebswetter - es ist
aber ein anderer Ort
in einer anderen Zeit. Zu lange
ist es her.
Ich bin auch zu lange schon
fort.