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Vor, während und nach
der Baragandeportation

Banater in Südostrumänien, Sterbefälle im Baragan
von Uwe Detemple/ Neuerscheinung Nov. 2012
 
 

Vergleich: Häuserzeile in Triebswetter und im Baragan

Sommer 1951: die eigenen Häuser mussten verlassen werden, man durfte nur mitnehmen, was man auf einem Pferdewagen beladen konnte...
... und "durfte" sich dann in der Baragansteppe Hütten bauen, die dann 5 Jahre später wieder aufgegeben wurden, weil man wieder zurück konnte.

Warum wurde die Baragan-Steppe für die Deportation gewählt?
Die Baragan-Ebene gebot im Winter die tiefsten Temperaturen, die man
je in Rumänien gemessen hatte, hier war der sibirische Winter aus der
russischen Tiefebene (Temperaturen von weniger als -20°C waren keine
Seltenheit) spürbar und das Gebiet lag neben einem Sumpfgebiet der
Donau (dort, wo die Donau sich zwei Mal teilt und innerhalb Rumäniens
nach Norden fließt), so, dass bei Hochwasser wahrscheinlich die ganze
Steppe "landunter" gewesen wäre;-
was allerdings zum Glück nicht geschah.
 
 

Triebswetterer Deportierte
in der Baragan-Steppe



1951: "Hier bin ich geboren!"
1953: Familie Cocron

1952: Familie Wolf

1951: Familien Wolf und Pier
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Hier wird noch gebuddelt!



 

Das Baraganlied
Verschleppung in den Baragan

Als friedliche Menschen lebten wir im schönen Banat;
Draußen am Felde stand zum Reifen die gutgepflegte Saat.

Da überfiel man uns mit Bajonett und Gewehr,
Und unschuldige Menschen ohne Wehr.

Der Zug fährt ab, ein Pfiff zum letztenmal,
Für uns fuhr er ins Jammertal.

O Kinder, schaut die Kirche dort,
Es ist unser heiliger Heimatsort.

Weiß Gott, ob wir sie wiedersehn,
doch hoffen wir, es wird geschehn.

Der Zug rauscht fort durch Berg und Tal,
Hält schließlich fern im Baragan.

Milizbefehl erschallt, hart und schwer
Als ob jeder von uns ein Verbrecher wär.

Die erste Nacht war feucht und klar,
Hier lag die Mutter neben der Kinderschar.

Wie schwer es ist, dies zuzusehn!
Fast müsste dabei das Herz vergehn.

Es ist alles viel bitterer als der Tod.
O Gott, hilf uns aus dieser größten Not!

Und so vergehen nun Tag und Nacht,
Wir werden hier zu Sklaven gemacht.

Verbannt von der Heimat, ist bitter und schwer,
Das Herz zerbricht, man trägt es kaum mehr.

Die Erde ist getränkt von bitteren Tränen,D
och keiner vernimmt unser Klagen und Stöhnen.

Ziegelschlagen, Mann Frau und Kind,
Dazu der schlimme Baraganer Wind.

Hoffnungslos, heimatlos, entrechtet,
Und als Sklaven sind wir geknechtet.

Doch Gottes Auge immer wacht,
Uns führen wird aus dieser Nacht.

Dann werden Heimatglocken läuten,
Und Freudetränen uns begleiten.

Doch weiß niemand, wann dies geschieht!
Heimat, wie ist es so schwer!Heimat, 
wie gern ich bei dir wär. 

Nikolaus Pier, Okt. 1951 Baragan 
   
Dieses Gedicht, hier in Originalfassung, 
ging damals in Baragan von Hand zu Hand, v
on Dorf zu Dorf und war bald 
Allgemeinbesitz der verbannten Deutschen.


 

 
Externe Links 
(siehe Impressum)
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Triebswetter

im Banat
Triebswetterer

Wappen
Familienbuch von 

Triebswetter
"Das Treffil Buch"
Bilder vom Dorf
und von der Kirche
Band von Anita Merle
Trend, die Band...
Violetta Pundichi
http://www.la-vio.de
Verein der Freunde
der Lenauschule